Aus der Serie: Facetten
So viele Blicke.
So viele Meinungen, Urteile, unausgesprochene Normen, die sich wie feine Risse durch das Selbstbild ziehen.
Die Welt ruft laut, wie eine endlose Liste von Erwartungen:
Sei schöner.
Sei leiser.
Sei stärker, aber bitte nicht zu viel.
Sei sanft, aber gib dich niemals verletzlich.
Sei alles – und doch nie ganz du.
Inmitten dieser Stimmen steht sie – aufrecht, wach, entschlossen.
Der Blick: klar.
Nicht nach außen gerichtet, sondern tief nach innen.
Denn in diesem Moment passiert etwas Wesentliches:
Sie sieht sich selbst.
Nicht das Spiegelbild, das gefiltert und verzerrt ist von dem, was andere glauben zu sehen.
Sondern das, was darunter liegt.
Das Echte. Das Unverhandelbare. Das Wahre.
Die Farben leuchten wie ein inneres Feuer, das sich nicht mehr klein machen lässt.
Goldgelb trifft auf erdige Tiefe – ein Kontrast zwischen Licht und Schatten, zwischen dem Außen und dem Innen.
Die Ornamente erinnern an alte Muster – die, die sie jetzt hinter sich lässt.
Denn sie hat begonnen, sich zu erinnern:
Sie war nie hier, um Erwartungen zu erfüllen.
Sie ist hier, um sich selbst treu zu sein.
„Ich sehe mich“ ist ein Bild der Rückverbindung.
Ein stiller Akt des Widerstands gegen Rollenbilder.
Und zugleich eine Liebeserklärung an das eigene, unverfälschte Sein.
Mixed Media und Öl auf Leinwand
30 x 30cm
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